Natur beobachten am Morgen

So startest auch Du entspannt und positiv in den Tag

Einen entspannten Einstieg in den Tag wünscht sich jeder. Leider ist es nicht jedem in die Wiege gelegt, schon am Morgen mit einem breiten Lächeln im Gesicht frohgelaunt und fit aus dem Bett zu hüpfen. Manche von uns werden schon beim ersten Aufblinzeln beim Weckerklingeln von ihrer eigenen Misslaunigkeit, Alltagssorgen oder Problem angesprungen. Ein Sprung so heftig, dass man sich garnicht aus dem Bett bewegen will. Doch das Bett ist keine Komfortzone, für denjenigen, der ein glückliches Leben führen will. Da muss man raus und jeden Tag sein Glück neu schmieden. So wie der Ton die Musik macht, macht ein guter Start am Morgen den ganzen Tag aus. Reihen sich gute Tage aneinander, so wird unser Leben ausgeglichener und glücklicher. Es lohnt sich folglich, ein paar Gedanken an einen guten Start in den Tag zu investieren: und es lohnt sich noch mehr, diese Gedanken dann auch umzusetzen.

Hier habe ich einige Tipps für Euch, wie der Start in den Tag gelingt.

Erst die Nacht davor macht den Morgen gut

Bevor wir uns dem Aufstehen widmen, sollten wir kurz über den Schlaf reden. Denn wer gut schläft, hat schon einen Startvorteil am nächsten Morgen. Guter Schlaf reduziert deine Stresshormone, entspannt deinen Körper und Geist. Dies sind Voraussetzungen, um morgens frisch und ausgeruht zu sein. Die Schlafforschung sagt, dass weniger als 6 Stunden Schlaf sich negativ auf deine Gesundheit auswirken. Noch schlimmer: es untergräbt deine Psyche, reduziert gar dein Selbstwertgefühl. Wer sich nicht wohl mit sich selbst fühlt, wird konsequenterweise auch weniger Lust auf den Tag haben und sich dem Leben zu stellen. Die ideale Schlaflänge liegt bei 7-8 Stunden. Dies kann individuell varieren, aber länger als 9 Stunden haben auch einen negativen Effekt. Wie zu wenig Schlaf, ist zu langer Schlaf negativ für dein Selbstbewußtsein. Sorge also immer für ausreichenden, entspannten und wohltuenden Schlaf, um alleine schon damit etwas (im Schlaf) für deine Gesundheit und Wohlbefinden zu tun.

Danach kräht kein Hahn

Kommen wir dann zum Aufstehen. Halt: erst müssen wir ja wach werden. Wie läßt Du dich wecken? Rasselt ein Wecker auf dem Nachttischchen? Piept dein Handy? Tue dir einen Gefallen und lass das Erste, was du am Morgen hörst etwas Angenehmes sein. Es gibt moderne Wecker, die eine Reihe von angenehmen Klängen als Weckton haben. Hast Du ein Smartphone, dann ist es noch einfacher: das Angebot an entsprechenden Apps ist überwältigend. Du kannst bei diesen Anwendungen deinen ganz inviduellen Lieblingsklang wählen, der dich am Morgen weckt. Empfohlen sind zarte Glockenklänge, sanfte Naturtöne (nicht unbedingt aber der kreischende Hahn) oder angenehme Musik (von Hard Rock sprechen wir hier nicht).

Komme bei Dir an, bevor Du in den Tag springst

Ich ertappe mich selbst oft dabei: der Wecker geht und schon stehe ich mit einem Fuss vorm Bett. Noch schlimmer: ich greife zum Handy und checke Nachrichten, Emails, meine Aufgabenliste, etc. Das ist ein ganz dummer Fehler am Morgen. Stattdessen sollte man sich 2-3 Minuten noch im Bett gönnen. Nicht um zu schlummern, sondern um erst einmal bei sich und dem Tag aus dem Schlaf anzukommen. Eine kleine Übung, die ich dabei liebe: sich einfach sich selbst und der Umgebung bewusst werden. Seinen Atem wahrnehmen, die Bettdecke fühlen, den Raum beobachten. Alles ohne jegliche Wertung; einfach nur das Sein erleben und sich dessen gewahr werden, dass man sich als Person und Seele spürt. Nur alleine das Jetzt zulassen und geniessen.

Positive Gedanken: eine Motivationsrede

Wenn Du dir am Morgen erst einmal ganz ohne Wertung deiner eigenen Wahrnehmung widmest , dann kommen früher oder später die Gedanken an den bevorstehenden Tag. Versuche diese die ersten paar Minuten aber aufzuhalten und nicht zuzulassen. Der Morgenmoment gehört dir ganz alleine – da musst Du noch nicht gleich deine Energie und Fürsorge an alle Probleme und Stress-Situationen verschwenden. Sollten negative Gedanken dich überfallen, dann schiebe sie jetzt ganz bewusst auf die Seite; zerstreue sie und ersetze sie durch positive Gedanken. Mach das ganz bewußt und mach es Dir nicht zu leicht. Je mehr positive Sachen dir jetzt einfallen, umso gestärkter bist du für den Tag. Denk nicht darüber nach, was nun andere sagen oder von dir halten mögen. (Sowieso gilt, dass die Anderen viel weniger negativ über dich denken oder schlecht reden, als du vermeintlich denkst – also ist das reine Zeitverschwendung). Halte dir selbst eine kurze Motivationsrede: was magst du an dir, was kannst du gut, was magst, worin bist du stark, – was für einer toller Mensch bist du. Sag es auch abundzu mal laut. Sei mutig, sei verrückt – es hört dir keiner zu.
Wenn dein Bettnachbar zuhört und darüber lacht oder nicht darin bestärkt, dann wirf ihn aus dem Bett: er ist dann der Falsche für dich…

 

Das große Ganze: 1 Glas Wasser & 1 Blick in die Natur

Jetzt kannst Du aufstehen. Du bist nun bereit für die nächsten Schritte eines positiven, neuen Tages. Trink nach dem Aufstehen gleich ein Glas frisches Wasser. Das hat große gesundheitliche Vorteile und läßt dich sofort frisch und stark fühlen. Nutze diesen Moment auch dazu, einen Blick in die Natur zu werfen: schau dir die Bäume vorm Fenster an, den Himmel – oder Tiere draussen, wenn es welche gibt (irgendwo hüpft immer ein Vogel herum). Hast Du garkeinen Blick in die Natur, dann betrachte eine Topfpflanze – und als absolute Notlösung: ein Foto eines Waldes auf deinem Handy. Der Blick in die Natur wird dich erden, wird dich beruhigen und aufladen. Es zeigt dir, dass du Teil eines großen Ganzen bist und dass manche Probleme im Angesicht der Macht, Größe und Kraft der Natur dann doch auch winzig klein und unwichtig sind.

 

Raus aus den Federn: Bewege Dich

Nachdem du nun so in den Tag gestartet bist, solltest Du diesen Schwung nutzen und dich auch körperlich bewegen. Wer es einrichten kann, wird von ein bisschen (oder auch mehr) Frühsport profitieren. Ich gebe zu: mir fällt das auch schwer, morgens durch den Wald zu joggen. Ich tue das nicht oft. An den Tagen, an denen ich es aber tue, da laufe ich dann die restlichen Zeit wie auf Wolken durch den Tag. Der Frühsport erfrischte und stärkte mich: körperlich, geistig und psychisch. Es muss auch nicht gleich der Waldlauf sein: ein paar Yoga-Übungen, ein kleiner Spaziergang (zb auf dem Weg zu Arbeit), die Gassi-Runde mit dem Hund. Nutze die Gelegenheiten für aktive, achtsame Bewegung. Mach jeden Tag ein bisschen mehr oder lege ein klein bisschen mehr Motivation, Ansporn und Leistung hinein: wachse damit und spür wie dein Selbtsbewusstsein gestärkt wird durch diese von dir erfolgreich erbrachte Anstrengung. Klopf dir auf die Brust.

 

Heb den Kopf vom Ruhekissen: Lerne etwas

Der Morgen bietet sich auch dazu an, deinen Geist zu bewegen und zu trainieren. Lerne etwas Neues: eine Sprache, ein Thema, einen Sport oder Aktivität. Nur 10-15 Minuten (oder gar weniger) reichen völlig. Falls Du es schaffst am morgen Joggen zu gehen, dann kannst du auch parallel ein Audiobook hören zu einem Thema, dass dich interessiert; oder einem Sprachkurs folgen. Bau es auf deinem Weg ins Büro mit ein – auch da kannst du etwas Lehrreiches anhören. Oder schule einfach nur dein Gehirn: wieviel Ampeln hast du auf dem Weg passiert; welche Strassennamen kannst du dir merken.
Einen einfachen und manchmal vom Ergebnis lustigen Tipp habe ich einmal in diesem Zusammenhang in einem Seminar erhalten. Der Seminarleiter empfahl uns, morgens immer mal wieder etwas anders zu machen: Ein paar Minuten mal nur rückwärts zu laufen, die Zähne mit der linken anstatt der rechten Hand zu putzen, zuerst das Hemd und dann die Hose anzuziehen. Achte einmal selbst darauf, wieviel Routine sich schon alleine in diesen kleinen Abläufen eingeschlichen hat. Wie du in die Hose schlüpfst, deine Socken anziehst, dein Frühstück vorbereitest, mit deinem Partner /Familie sprichst, in den Tag hineingehst. Unterbrich die Routine und dein Gehirn muss sich neu verdrahten – du hast wieder etwas gelernt und dich stark gemacht.

 

Ich wünschte mir selbst, dass ich immer jeden Morgen alle diese Tipps befolgen würde. Da es nicht durchweg möglich ist, empfehle ich auch Dir, nicht alle gleich auf einmal umzusetzen. Nimm dir für den nächsten Morgen nur 1-2 davon vor. Das reicht schon völlig. Ansonsten überforderst du dich und erzeugst nur Frust. Geh es Schritt für Schritt an. Bei genauer Ansicht wirst Du auch merken, dass es keinen großen Aufwand benötigt, um diese Tipps umzusetzen. Lediglich ein paar wenige Minuten extra vielleicht am Morgen: ein Investment, dass sich mit einem gelungenen Start in den Tag dann vielfach auszahlen wird.

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