Die tägliche Dosis Natur, bitte! – Warum uns Natur gesund macht.

Im Sommer sind wir viel mehr draußen und deshalb tut uns der Sommer auch so gut. Insgesamt fühlen wir uns wohler, ausgeglichener, fitter und aktiver – weil wir eben draußen die Natur genießen können. Es ist inzwischen wissenschaftlicher Fakt, dass der Aufenthalt in der Natur viele positive Effekte auf unsere geistige, mentale und körperliche Gesundheit hat. Das liegt sicherlich in unseren Genen. Die Menschheit lebt – verglichen mit ihrem Gesamtdasein auf der Erde – ja erst seit Kurzem in großen Städten, geschlossenen Gebäuden und abgeschottet von den Einflüßen der Natur. Dabei ist es uns eigentlich in die Wiege gelegt, viel mehr in natürlicher Umgebung zu sein und diese auf uns wirken zu lassen bzw. mit dieser zu interagieren.

Die Natur hat nachweislich positive Effekte auf unsere geistige Ausdauer und Gedächntisleistung: Tests haben erwiesen, dass schon das kurze Betrachten eine Fotos mit einer Naturszene, bei den Probanden eine bessere Denkleistung hervorruft. Umso mehr wirkt sich ein Aufenthalt in der echten Natur auf unser Gehirn aus. Wir können danach klarer denken, uns mehr merken und schneller Zusammenhänge erkennen. Dadurch steigert sich auch die Fähigkeit, Probleme zu lösen und kreative Lösungsansätze zu entwickeln. In einer anderen Forschungsserie wurden Testpersonen einige Tage in die Natur geschickt und sollten anschließend diverse Aufgaben lösen. Die ‚Natur-Gruppe‘ schnitt um Längen besser ab als die Vergleichsgruppe, die nicht in der Natur war.

Ein nicht zu unterschätzender Effekt des Aufenthalts in der Natur, ist die Wirkung auf unsere Stimmung. Mir geht es selbst so: wenn ich trübe Tage habe, mich etwas ärgert oder verstimmt, mir Depressionen wieder langsam ins Gemüt kriechen; dann versuche ich bewusst in die Natur zu gehen. Ein Spaziergang von einer halben Stunde im Grünen und das ganz bewußte Wahrnehmen der Natur ist dann die beste Medizin für eine gelassenere, friedlichere Stimmung in mir. Auch hier legen Forschungsergebnisse nahe, dass Naturerfahrungen sich positiv auf unsere Stimmung auswirken – wahrscheinlich eben, weil es an unsere tiefsten Emotionen als Mensch und Naturwesen anrührt.

Der selbe Effekt sorgt übrigens dafür, dass Natur unser Stresslevel reduziert. Solange man nicht gerade wohl irgendwelchen Extremsport in der Natur macht (aber auch der kann ja positive Anti-Stress-Wirkung haben), schenkt uns der Ausflug ins Grüne mehr Gelassenheit und Resistenz im Umgang mit Stress. Vorhandene Stresslevel werden abgebaut und unsere Immunsystem produziert mehr positive Stoffe anstatt z.B. das Stresshormon Cortisol.

Vielleicht sind es alle diese Elemente der Grund, weshalb sich viele Menschen – mich eingeschlossen – in der Natur wohl, zuhause und spirituell in Einklang finden. Dazu muss man nicht als Schamane um den Baum hüpfen (wer jedoch mag, wird sicherlich dabei sehr viel Spass haben); alleine das sich Einlassen auf die Natur, das Leben auf sich wirken zu lassen und sich an der Schöpfungskraft zu erfreuen ist eine spirituelle Erfahrung für die man keine Religion, Guru oder Wunderritual braucht. Die Kraft und Energie des Lebendigen zu spüren ist ausreichend, um ohne Hilfsmittel oder Anleitung zu glauben, dass Alles um uns herum verbunden ist und uns nährt, schützt, stärkt.

Nimm Dir also täglich vor, ein paar Minuten Natur zu genießen. Das kann schon der Blick aus dem Fenster sein, ein kurzer Spaziergang, ein behutsamer Umgang mit der Pflanze auf dem Fensterbrett.  Damit hast Du eine schöne bereichernde Schatzinsel in Deinem Alltag und ein Medizinschatz, der unendlich verfügbar ist.

 

 

 

 

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'Die tägliche Dosis Natur, bitte! – Warum uns Natur gesund macht.' have 2 comments

  1. 18. September 2016 @ 10:11 Was Du für mehr Gelassenheit tun kannst - Dein Kleiner Pirat

    […] Willst du nicht in die Badewanne zur Entspannung, dann bau deine Ängst bei einem ‚Waldbad‘ ab. In Japan hat man diesen Begriff entwickelt (im Original: Shinrin-Yoku). Dort hat man nämlich wissenschaftlich belegt, dass schon 20 Minuten spazierengehen im Wald (sofern es nicht ein grimmiger Hexenwald ist) den Geist und Psyche entspannt. Man verordnet daher Waldbäder sogar medizinisch. Die Natur und ganz besonders Bäume und Wälder wirken auf den Menschen beruhigend. Es liegt wohl in unserer Evolutionsgeschichte, da der Mensch eben im Lauf seiner Geschichte in der wahren Natur lebte. Die Idee mit den Häusern und Städten ist im Gesamtkontext unserer Entwicklung eher sehr neu. Deshalb triggert Natur auch Entspannung in unserem Hormonhaushalt. Wer es also einrichten kann, sollte sich nahezu täglich eine Dosis Natur gönnen. […]

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  2. 15. Februar 2017 @ 16:35 7 Tipps für das Kopfkino mit Happy End - Dein Kleiner Pirat

    […] erlöst dich. Du musst den Kopf frei haben, wenn du tatsächlich neue Lösungsansätze haben willst. Geh spazieren, spiel mit den Kindern, lies ein Buch, mach Sport, koch essen – aber schau kein Kopfkino. Die […]

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