Meine 8 Lebensretter

Kennt Ihr das, wenn das Leben manchmal einen müde macht? Die Tage oder Situationen, in denen einfach alles schief zu gehen scheint. Probleme in der Arbeit oder Beziehung machen uns das Leben schwer; die Zukunftsaussichten sind mies oder ein Ärgernis belastet uns arg. Die Tage also, in denen das Mahl der Hoffnung lediglich aus Knäckebrot und schalem Wasser besteht. Wenn das Licht am Ende des Tunnels so garnicht zu erkennen ist. Wenn Dich eine Depression oder melancholische, traurige Verstimmung erfaßt, ist das Leben ein Leiden und jedes kleine Hoffnungslicht willkommen.

Ich kenne diese Tage aus eigener Erfahrung. Manchmal waren es glücklicherweise nur kleine Anflüge negativer Gedanken, manchmal waren es lange, beschwerliche Perioden des Unglücklichseins. Die Zeiten, die dann aussichtslos erschienen, waren die schrecklichsten und einsamsten in meinem Leben. Du fühlst dich ganz verlassen und bist nur ein winzigen Schritt auf einem schmalen Grat davon entfernt, dich aufzugeben. Doch sich dann selbst zu verstoßen, ist der ultimative Gegensatz zur Selbstliebe. Wenn noch ein klitzekleiner Funke an Achtung und Liebe für Dein ganz eigenes Leben und Sein da ist, dann gilt es, diesen Funken anzuheizen. Mit aller Kraft – mit dem letzten Dir verbleibenden Atemzug kannst Du dich wieder mit Energie aufladen und das Lebensfeuer in Dir anfachen.

Im Laufe der Zeit habe ich für mich einige Techniken und Ansätze entwickelt, die ich in diesen Momenten nutze. Oft muss ich da ein Mix aus verschiedenen Methoden wählen, um tatsächlich wieder frohen Mutes und mit tiefer Zuversicht, die Probleme anzupacken. Gelegentlich reicht auch schon eines davon, um den Funken überspringen zu lassen. Wichtig ist aber, dass man sich solche „Lebensretter“ für die schlechten Tage bereit hält. Sie sind sozusagen ein Erste-Hilfe-Set für schlechte Laune, depressive Stimmungen oder wenn das Leben einfach mal wieder komplett schief zu gehen scheint. Gerne teile ich mit Euch hier meine Ansätze: vielleicht nutzen sie dem einen oder anderen! (Achtung: wenn Du unter schweren Depressionen leidest, solltest Du unbedingt professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Bitte tue das auch!)

1) Atmen & Meditation:

Das ist das erste und beste Mittel für mich. Nicht Jedem liegt es zu meditieren. Ich bin da auch kein Profi drin (siehe  Artikel „Sinn ohne Zen“) und tue mich oft auch schwer damit. Doch wenn ich mich wirklich darauf einlasse, dann habe ich den größten Erfolg. Es hilft mir dabei, die Probleme zum einen eben nur als solche anzunehmen (und nicht als Zweifel an meinem ganzen Sein); es verleiht mir neue Kraft, Energie und Fokus. Es zentriert mich und schiebt Sorgen über Vergangenes oder Zukünftiges zur Seite bzw. bringt es auf ein realistisches Maß. Meine Empfehlung ist, sich dazu auch einfach einer entsprechenden App oder sogenannten „geführten Meditationen“ zu bedienen zum Einstieg. Dazu gibt es eine große, auch kostenlose, Auswahl im Internet. Des weiteren ist alleine schon das bewußte Atmen ein meditativer Vorgang. Wenn Du also schon die miese Stimmung im Anflug spürst, dann unterbreche deren Landeanflug mit ein paar bewußten, tiefen Atemzügen. Atemübungen haben einen sehr erholsamen, beruhigenden und ‚zentrierenden‘ Effekt. Probier es doch gleich mal aus!

2) Freunde & Familie

Menschen um Dich zu haben, wenn Du schlecht drauf bist, ist manchmal eine kleine Herausforderung. Viele sind eher geneigt, sich zurück zu ziehen bei schlechter Laune. Ab und zu ist alleine sein, auch sinnvoll. Doch wenn das Leben Dir übel mitspielt, dann solltest Du liebe Menschen um Dich haben und nicht alleine sein. Such Dir Menschen, die Dir gut tun. Schon alleine, dass sie da sind und Dir zuhören, reicht oft aus, um sich ein wenig besser zu fühlen. Die idealen „Lebensretter“ in diesem Fall sind diejenigen, die wissen, was Dir dann gut tut, ohne dass Du es selbst weißt. Die auch mal bereit sind, Dich ein wenig aus der Komfortzone zu drängen, wenn es notwendig ist; und die einfach instinktiv wissen, dass sie jetzt für Dich da sein sollen und es dann sind. Wenn Du solche Menschen gefunden hast, dann behalte sie nah bei Dir. Sie sind Deine Leuchttürme, wenn das Meer des Lebens Dich an ein Riff zu drängen droht. Ruf solch einen Menschen jetzt sofort an, wenn Du dich schlecht fühlst. Ein Hallo reicht schon, um Dir gut zu tun.

3) Humor & Unterhaltung

Meine beste Medizin ist immer schon der Humor gewesen. Zugegeben: wenn das Leben wirklich hart mit mir spielte, war das auch manchmal blanker Sarkasmus anstatt herzlicher Humor. Ich glaube an die befreiende Wirkung von Lachen. Es löst Anspannungen, Ärgernisse und Trübsal auf; es macht Dich locker und offen. Zwing Dich auch mal dazu, zu lächeln. Schon das hilft. Lies ein lustiges Buch, schau Dir eine Comedy im TV an, tausch alte Anekdoten aus. Der Mensch ist das einzige Wesen auf der Welt, das lachen kann. Nutze dieses göttliche Geschenk zu Deinem Vorteil.

Änhlich ist es generell mit anderen Unterhaltungsformen, die Dir Freude und ein Lächeln schenken: Musik hören, ins Theater oder Kino gehen (aber bitte kein Drama oder Tragödie), Strassenkünstlern zuschauen, einen Spieleabend machen.

4) Gefühle & Inspiration

Versteck Deine Gefühle nicht. Gerade wenn es Dir nicht gut geht, musst Du für Dich selbst offen sein. Unsere Gesellschaft malt uns oft ein (Vor-)Bild, dass wir doch besser immer total happy durch die Welt gehen sollen. Das ist trügerisch und das ist Hollywood. Das Leben ist manchmal auch traurig und beschwerlich. Lass Deinen Gefühlen daher auch Raum, wenn sie unangenehm und dunkel sind. Höre in Dich hinein ohne Wertung oder Tadel. Vielleicht will Dir ein „negatives“ Gefühl einfach auch nur sagen, dass etwas auf Deinem Lebenskurs nicht stimmt. Vielleicht ist Deine Beziehung nicht die richtige für Dich, vielleicht lebst Du nicht das Leben, das Dir gut tut. Gefühle sind auch ein Kompass. Nimm sie als Richtungsangabe.

Mir selbst helfen bei der Gefühlserkundung (neben der o.g. Meditation und Gespräche mit Freunden) auch Musik hören. Sie erlaubt mir Gefühle quasi zu verstärken um sie wahrzunehmen. Das gilt natürlich auch dann im positiven Sinne, um gute Gefühle zu stärken. Ebenso finde ich Inspiration in entsprechenden Büchern. Es gibt eine Vielzahl von Selbstfindungsbüchern für jeden Geschmack (an dieser Stelle kommt nun mein Verkaufshinweis auf mein eigenes Buch „Dein kleiner Pirat“) und ich habe etliche davon auch gelesen. Eines das ich besonders erwähnen will – neben meinem eigenen – ist das Buch von Eckhart Toelle „Die Macht des Jetzt!“. Das half mir damals aus der schwierigsten Zeit in meinem Leben.

5) Tiere & Natur

Meine kleine Hündin Bonny ist oft der beste „Schlechte-Laune-Killer“. Das hat mehrere Gründe. Zum einen zwingt sie mich täglich mehrmals raus in die Natur und frische Luft. Da kann ich dann mich bewegen und durchatmen – und ich geh dann auch zu meinem ganz eigenen „Baum der Achtsamkeit“ (die Idee einen bestimmten Bezugspunkt in der Natur für Dich zu haben ist in meinem Buch ausführlich beschrieben), wo ich Kraft und Zuversicht schöpfen kann. Zum anderen ist der Hund auch auf mich angewiesen. Ich kann mich nicht gehen lassen, denn der Hund hat Hunger (für mein Befinden zu viel Hunger, doch Bonny würde das bestreiten). Es nimmt mich in eine Verpflichtung, die ich wahrnehmen muss – egal wie schlecht meine Laune ist. Gebraucht zu werden, ist ein positives Gefühl und verbessert die Laune.  Als Dank erhalte ich aber auch Spaß und Freude, wenn ich mit ihr spiele. Da lacht man doch auch schnell und ist schon ein wenig besser drauf.

Generell ist die Natur eine ungeahnt riesige Kraftquelle für mich. Die Natur schafft es immer wieder, auch aus der schlechtesten Periode aufzuwachen und Leben zu generieren. Sie ist innovativ und unerschütterlich zugleich. Immer findet sie einen Weg für ihre Kraft – und ihre Kraft ist das pure Leben. Jedes kleine Insekt, jede Pflanze, jeder Bach, jeder Berg ist eine sofort sichtbare und spürbare Manifestation des Lebens. Mach nur einmal ganz bewusst die Augen und/ oder Ohren auf und lass Dich auf die Natur ein. Schon die Topfpflanze auf dem Fensterbrett kann Dir ein Signal geben, dass Leben überall um Dich ist und Du ein wunderbares Teil dieses Lebens bist. Nimm es als Energiequelle, als Inspiration, als Hoffnungslicht für Dich.

6) Bewegung & Aktion

Wenn wir in Bewegung sind, dann sind wir lebendig. Wenn wir agieren können, sind wir am Steuer unseres Lebens. Es muss nicht gleich der Marathonlauf sein oder das 100-Tage-Power-Aktion-Programm. Schon kleine Aktivitäten reichen aus. Gehe anstatt dich gehen zu lassen. Sport ist ein gutes Mittel gegen schlechte Laune. Ein Spaziergang (natürlich vor allem im Grünen) ein kleines Frischluftbad für Deine Gefühle. Nimm Dir noch heute eine kleine Bewegungseinheit vor. Ein ganz simple Methode, um Bewegung für Dich zu nutzen und Ärgernisse emotional loszuwerden, zeigt uns auch die Natur: viele Tiere schütteln sich kurz durch, nachdem sie z.B. eine Aggression oder unangenehme Situation erlebt haben. Du hast das doch sicherlich schon gesehen, wie ein Hund sich schüttelt. Mach es ihm nach. Schüttel Dich – es gibt keine Regel: mach es so wie es Dir gut tut.

7) Kreativität & Träumen

Viele Künstler waren und sind dann besonders kreativ, wenn sie in melancholischer, schwerer Stimmung sind. Sie erlauben sich, die Gefühle frei zu lassen und sich in der Kunst dann auszudrücken. Du musst nun kein Van Gogh oder Rilke sein, doch ein wenig künstlerische Kreativität steckt in jedem von uns. Nimm ein Zeichenblock und kritzel einfach drauf los. Ich tue das, wenn ich ein wenig trübe gestimmt bin. Dann male ich entweder meine Gefühle oder was mich gerade beschäftigt. Wenn ich unangehme Erlebnisse darstelle (naja, darstellen ist zu viel gesagt, denn meine Zeichenkünste sind eher primitiv und dann nur schwer zu erkennen), nehme ich das Bild anschließend und zerreiße es. Anderseits nutze ich Bilder malen auch als Möglichkeit, meine Wünsche oder Träume ein wenig real werden zu lassen. Ich kann eine Landschaft skizzieren, die mich beruhigt; oder ich kann einfach nur mit bunten Stiften einige Begriffe malen, die mir gut tun und erstrebenswerte Ziele und Symbole darstellen.

Was natürlich für das Malen gilt, kann auf jede andere kreative Tätigkeit übertragen werden. Mach eine Handarbeit aus Ton oder schnitze etwas aus Holz; schreib ein Gedicht oder Geschichte in Dein Tagebuch; bastel aus Gräsern oder Blättern eine kleine Figur. Gib Dir die Freiheit in diesem Moment, nur das zu tun und zu gestalten, wonach Dir ist. Manche lassen die Kreativität auch in der Küche raus – das ist auch ein schöner Weg (mich selbst beruhigt Kochen ungemein, wenn ich gerade von nervenden Gedanken aus dem Tritt gebracht werde). Lad doch gleich noch Freunde ein zu Deinem Küchen-Kreativ-Workshop.

8) Lebensfreude & -genuß

Das Leben ist dann die größte Freude, wenn man es genießen kann. Dazu muss man nicht auf der großen Yacht vor der Cote d’Azur schippern. Lebensgenuss ist keine Frage der Champagnermarke oder PS-Zahl. Lebensgenuss ist eine Einstellung und kein Bankkonto. Eine Dose Ravioli mit großer Freude, Liebe und Genuß gegessen ist mehr Lebensqualität als in unglücklicher Laune Kaviar vom Silbertablett zu löffeln. Du kannst das Leben auch mit kleinen Freuden des Alltags genießen. Eine Blume anzuschauen gibt genauso viel Freude wie einen ganzen Rosengarten zu besitzen. Sorge für kleine und große Freuden in Deinem Leben. Vor allem wenn Du in einer schlechten Stimmung bist oder das Leben Dir gerade einige üble Hürden in den Weg stellt, musst Du darauf achten, dass Dir die Lebensfreude erhalten bleibt. Mach Dir eine kleine Liste von Dingen, die Dir Freude bereiten. Achte darauf, dass es auch Dinge sind, die nicht von Geld abhängen. Ich weiss, es klingt ein wenig nach Klischee; aber alleine schon mal wieder ganz bewusst einen Sonnenaufgang zu beobachten und diesen auf sich wirken zu lassen, gibt Lebensfreude und ist unbezahlbar. Schreib die Liste jetzt.

Wenn die Ideen hier, die ein bisschen Inspiration gegeben haben; wenn ich es schaffte, Dir vielleicht ein ganz klein wenig aus einer schlechten Phase einen Ausweg zu zeigen, dann hat sich für mich die Mühe schon gelohnt. Auch das ist für mich dann ein Lebensretter Moment.

Solltest Du mehr auf dem Weg zu Dir und Deinem Schatz gehen wollen, dann empfehle ich Dir natürlich auch noch mein kleines Buch. Dort sind acht Elemente in der Schatzkarte des kleinen Piraten, die Dir auch helfen, glücklicher, zufriedener und liebevoller mit Dir zu leben.

Entdecke Deine persönlichen Lebensretter in diesem Buch!

Finde Weisheiten, Erfahrungen und Ratschläge im "Dein kleiner Pirat" Ebook

Mit dem Ebook „Dein kleiner Pirat – eine Schatzreise zu Dir selbst“ gebe ich Dir meine ganz persönlichen Ratschläge für ein achtsames, erfüllendes und liebevolles Leben. Finde Dein eigenes Glück mit mehr Liebe im Leben, befreie Dich von Erwartungen und Ängsten; und gestalte Dir deine Welt mit mehr Zufriedenheit und Wohlbefinden.

Kommentare

Kommentare



'Meine 8 Lebensretter' has no comments

Be the first to comment this post!

Would you like to share your thoughts?

Your email address will not be published.

Diese Website & Blog wurde zum Buch "Dein Kleiner Pirat" erstellt. Copyright liegt bei Christian Knaebel 2016 - Theme Lizenz "Old Paper"

Neues aus dem Piraten Logbuch
Erhalte die Neuigkeiten aus dem Piraten Logbuch und rund um "Dein kleiner Pirat" in meinem Newsletter.
Wir nehmen Deine Privatsphäre ernst und geben die Emailadresse nicht weiter.