Auch der saure Apfel ergibt Saft

Der berühmte Biss in den sauren Apfel ist etwas, was jeder von uns gerne vermeiden würde. Doch nicht immer lässt sich das in unserem Leben umgehen. Manchmal muss man eben auch schlechte Zeiten durchleben und unangenehme Situationen durchstehen. Wir können aber diese Momente dann nutzen, um zu lernen. Frei nach dem englischen Sprichwort „When life gives you lemons, make lemonade“, sag ich: wenn Du einen sauren Apfel hast, kannst Du immer noch leckeren Saft daraus machen.

In meinem Leben hatte ich Phasen, da bin ich durch ganze Saure-Apfel-Plantagen gewandert. Da war jeder Schritt eine Mühsal, weil mir das Leben schwer und die Umstände zuwider waren. Je mehr ich aber über meine Situation lamentierte, umso unerträglicher wurde sie – umso saurer und bitterer wurden die Äpfel. Eine Saure-Apfel-Spirale nach unten beginnt und endet mit endlosem Selbstmitleid und Mangel an Lebenslust. Auch ich war in dieser Abwärtsbewegung und sah fast kein Ausweg daraus.

Ändere Deine Perspektive und dann wird auch aus dem sauren Apfel ein Genuß

Es hat sich Alles geändert, als ich schließlich auch meine Perspektive änderte. Das Leben ist nun mal nicht immer ein Weg durch das Tal der süßen Kirschen. Aus diesem Paradies wurden wir schon lange vertrieben und wir müssen uns damit abfinden, dass auch dürre Zeiten und weniger schmackhaftes Obst serviert wird. Wir haben es eben nicht in der Hand, was das Schicksal uns an Früchten bringt. Würden wir immer alles planen und so haben können, wie wir es träumten, dann wären wir zwar jeden Tag um Garten Eden – doch irgendwann wäre uns auch das wohl nicht mehr erträglich. Der Mensch lebt davon, dass er neue Reizpunkte erlebt. Nur so kann er wachsen und sich entwickeln. Manchmal braucht es eben auch negative Reizpunkte, damit wir lernen. Das Schicksal ist gelegentlich ein unbequemer Lehrmeister.

Mit der Einsicht, dass ich auch in den schlechten Tagen Gelegenheit zum Wachsen und Lernen habe, konnte ich auch die dornigen Zeiten durchstehen. Ich wusste die sauren Äpfel zu nutzen. Jeder einzelner wurde eine Erfahrung, das Leben und mich zu entdecken. Es hat mich geöffnet für einen achtsameren Umgang mit mir und meiner Umwelt. Ich habe gelernt, aus sauren Äpfeln einen Saft zu machen, der mich nährt und auf andere Weise Energie gibt.

Wenn also Dir das Leben gerade saure Äpfel serviert, dann lass den Kopf nicht hängen. Mach Dir die Situation nicht noch unangenehmer als sie ist, weil Du lamentierst, jammerst und klagst. Das ist nur der Humus, auf dem noch mehr saure Äpfel wachsen werden. Nimm den Apfel und mach was draus. Denk darüber nach, welche Lehren Du ziehen kannst, welche anderen Wege eventuell aus dem Tal führen. Versuch trotz aller Widrigkeiten auch zu lachen – sauer macht doch lustig, nutz es aus. Gib auf keinen Fall auf, denn es gibt auch bald wieder Tage, da wirst Du an süßen Kirschen naschen. Glaub dran und geh den Weg.

Kommentare

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'Auch der saure Apfel ergibt Saft' has 1 comment

  1. 21. Februar 2017 @ 16:11 Der Tag ist lang - 4 Weisheiten, um ihn zu nutzen - Dein Kleiner Pirat

    […] schenkt; wenn du diese Dankbarkeit fest in dein Leben verankerst, dann wird jeder Tag ein guter Tag. Sei auch dankbar für die schlechten Erfahrungen des Tages. Denn sie können dich lehren und für die guten Zeiten dann umso empfänglicher […]

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